Merkel in Moskau – keine strategische Annäherung in Sicht

Merkel in Moskau – keine strategische Annäherung in SichtNeu-Dr. Alexander MdB Foto Gerd Seidel CC BY-SA 3.0

Bundeskanzlerin Merkel reist nach Moskau – widerwillig. Muss sie sich doch neue Partner aus taktischen Gründen suchen, um den strategischen Übervater, dem man sich über 70 Jahre bereitwillig untergeordnet hat, der aber unberechenbar geworden ist, etwas entgegensetzen zu können. Das machtpolitische Trittbrettfahren als Subvasall wirft zunehmend keine Erträge mehr ab. Im Gegenteil:

Das deutsche Kapital beginnt zu leiden unter diesem Unterwerfungsverhältnis und macht Druck auf die politischen Erfüllungsgehilfen in Berlin. Es geht nicht nur um Iran, sondern auch um North-Stream, Handelszölle und was Trump sich sonst noch einfallen lassen wird.

Nun muss der bis gestern dämonisierte alte-neue Feind Russland doch irgendwie aus taktischen Gründen angesprochenen werden. Und dennoch, es ist kein Grund zur Euphorie: Es handelt sich nicht um den Beginn einer strategischen Kooperation, geschweige denn Partnerschaft, sondern um ein taktisches Projekt. Merkel wird nicht die gegen Russland wirkenden EU-Sanktionen beenden. Merkel will alles: Russisches Verständnis für Berlins Politik gegen Moskau und freundschaftliche und enge partnerschaftliche Beziehungen mit den USA.

Das wird so nicht funktionieren.

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